Orkney

Freitag, 23. Juni 2017 – Orkney-Inseln

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Das Schiff erreicht morgens die Orkney-Inseln, die zu Schottland und damit zum Vereinigten Königreich gehören. Heute haben wir zwei Ausflüge gebucht, der erste beginnt um 8:45 Uhr und ist eine Panoramafahrt über die Insel Mainland.

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Unser Guide sieht original aus wie aus einem der englischen Sendungen, mit kariertem Tweedsakko, Krawatte und einfarbiger Hose.

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Zuerst fahren wir durch die Hauptstadt der Orkneys, Kirkwall, und dann weiter über einen durch Kriegsgefangene gebauten Damm. Wir halten an der italienischen Kapelle, die eben diese Soldaten während ihrer Gefangenschaft ohne richtiges Werkzeug und entsprechende Baumaterialien errichtet haben. Einer der Gefangenen war ein Künstler und hat die in eine Rundhütte gebaute Kapelle innen so angemalt, dass die Wand wie eine Backsteinmauer mit echten Bildern aussieht. Außerdem haben die Gefangenen Treibholz und Beton für den Altar verwendet. Die Geschichte ist sehr ergreifend, wie diese Menschen eigentlich aus dem Nichts ihre eigene Kapelle bauten, um einen Platz zum Beten zu haben.

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Anschließend fahren wir an der Stelle vorbei, an der im zweiten Weltkrieg ein englisches U-Boot durch die Deutschen versenkt wurde. Außer einer Boje im Wasser gibt es nichts zu sehen.

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Weiter geht es zu den Steinen von Stennes, ein Überbleibsel aus der Steinzeit, ähnlich Stonehenge in England. Drei der Steine sind komplett erhalten, zwei noch teilweise. Der Transport der etwa 8 Tonnen schweren Steine erfolgte damals über Seegras bis zu ihrem Bestimmungspunkt.

Zurück am Schiff mogeln wir uns in den Shuttlebus nach Kirkwall, der eigentlich nur den gehbehinderten Personen zur Verfügung steht. Zu Fuß würden wir es zeitlich jedoch nicht schaffen, zwischen den beiden Ausflügen noch Kirkwall anzusehen.

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Wir besichtigen die um 1200 gebaute riesige Kathedrale, die sehr eindrucksvoll ist und damals viel zu groß für den kleinen Ort. Anschließend schlendern wir noch durch die Ladenzeile, verzichten aber auf den Kauf des doch recht teuren Whiskeys. Ein freundliches kleines Städtchen ist Kirkwall, es gefällt uns sehr gut.

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Auch für die Rückfahrt zum Schiff nehmen wir den Shuttle und essen noch im Anckelmanns zu Mittag.

Um 15 Uhr startet unser zweiter Landausflug, diesmal mit einer deutschen Fremdenführerin. Erst geht es zum Ring of Brodgar, ebenfalls ein Steinkreis aus der Steinzeit, aber viel eindrucksvoller und besser erhalten als der von Stennes, der übrigens ganz in der Nähe steht.

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Schön ist, dass man ganz nah an die Steine herangehen darf, sie sind nicht eingezäunt wie in Stonehenge. Allerdings gibt es deshalb Probleme durch den festgetretenen Boden, in den das Regenwasser nicht mehr schnell genug einsickert und so die Stabilität der Säulen gefährdet. Ein Teil des Steinkreises ist deswegen zurzeit zwecks Sanierung abgesperrt.

Weiter fahren wir zu den Steilklippen von Yesnaby, sehr eindrucksvolle Klippen aus geschichtetem Sandstein. Es wird extra davor gewarnt, zu nah an den Rand zu gehen, da das Gestein möglicherweise porös sein und abbrechen könnte. Der Wind von der See ist so stark, dass man gar nicht gerade stehen kann und fast weggeblasen wird.

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Erst kurz vor dem Ablegen kommen wir zum Schiff zurück und gehen gleich zum Auslaufen an Deck. Auf dem Pier tanzt zum Abschied eine Gruppe Orkadier für uns und spielen Dudelsackmelodien dazu. Wir sind nicht die einzigen, die einige Tränen verdrücken müssen, so rührend ist diese Verabschiedung. Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass es jetzt auch schon dem Ende der Reise zugeht, der nächste Hafen ist Hamburg.

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Das Abendessen genießen wir wie immer im Atlantik, heute sogar mit einem großen Käsebuffet zum Nachtisch.

Dadurch sind wir für die Show der Crew viel zu spät, das Theater ist bereits brechend voll. Die ersten Stücke schauen wir uns im Stehen an, aber dann gehen wir in die TUI-Bar.

Die Uhren werden in dieser Nacht wieder eine Stunde auf MEST umgestellt.